Wenn im Most Fische schwimmen

Die Jury hatte die Aufgabe, herauszufinden, welcher Most der beste ist.

Waibstadt-Daisbach. (wig) Es wird noch Most gemacht im Kraichgau: Die diesjährige Mostprämierung, veranstaltet von der BUND-Kreisgruppe Nördlicher Kraichgau und der Ortsgruppe Daisbach, bewies, dass sich der traditionelle Bauerntrunk aus Obst von Streuobstwiesen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Der BUND möchte mit diesem Wettbewerb gezielt für den Erhalt und die Neuanlage der Streuwiesen werben. Von Angelbachtal bis nach Schatthausen kamen die 21 Mosterzeuger mit ebensovielen Mosten. Und welch eine Vielfalt es gibt: Die Daisbacher Jury mit Hermann Aldinger, Winfried Glasbrenner, Adolf Heller, Dieter Zapf und dem BUND-Vorsitzenden Clemens Stacke - allesamt erfahrene Mosttrinker -, staunte nicht schlecht, wie unterschiedlich Most schmecken kann. Aus Äpfeln, Birnen oder einer Mischung hergestellt, verfeinert mit Holunder oder Quitten – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Der Most ist mal perlig-klar, mal trüb und es schwimmen „Fische“, also Gärrückstände drin; er zischt beim Öffnen wie Sekt, oder schmeckt fassig, faul, fruchtig oder auch mal nach Wein. Und manchmal fragte sich die Jury auch, ob da vielleicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist bei der Herstellung oder beim Abfüllen…
Immer ist es schwierig, das Ergebnis zu ermitteln. Als alle Proben mehrfach verkostet waren – natürlich anonymisiert, sodass die Jury nicht wusste, wessen Most sie gerade trinkt – hatten sich sieben Preisträger heraus kristallisiert. Wer diese sind, wird bei der Preisvergabe beim Daisbacher Apfeltag am 5. Oktober bekannt gegeben.



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