Im Insektenhotel sollen sich Wildbienen wohl fühlen

Waibstadt-Daisbach. (wig) Aktiv und ideenreich erweist sich die BUND-Ortsgruppe Daisbach. Nach Reaktivierung eines Tümpels für Gelbbauch-Unken, Kopfweidenpflege und Baumschnittkurs in diesem Jahr wurde jetzt ein schon lange geplantes Projekt in die Tat umgesetzt: die Aufstellung eines Insektenhotels. Auf dem öffentlich zugänglichen Hanggrundstück am Waibstadter Weg, oberhalb der evangelischen Kirche, war noch genügend Platz bei den Blühsträuchern, die hier ebenfalls der BUND im vergangenen Jahr gepflanzt hat.

Die Grundkonstruktion aus langen Kanthölzern hat Rolf Trautmann zusammen gezimmert, der Mittelbereich wurde in Gefache unterteilt. Diese füllten die BUND-ler, allen voran Vorsitzender Clemens Stacke mit seinen Söhnen Benjamin und André, mit hohlraumreichen Materialien wie Fichtenzapfen, Heu und gebündelten Stöcken. Außerdem mit Hartholzstücken, in die Bohrlöcher mit unterschiedlichen Durchmessern gebohrt wurden. Diese Löcher dienen als Brutröhren für „Nützlinge“ wie Hummeln, Wildbienen, Schlupfwespen oder Ohrwürmer. Als Schutz wurde ein Drahtgitter vorgespannt.

Marcus Moser transportierte das schwere „Hotel“ mit seinem Teleskopstapler an Ort und Stelle, wo es fest einbetoniert wurde. „52 Prozent der heimischen Wildbienenarten gelten als gefährdet, 25 Arten sind direkt vom Aussterben bedroht“, meinte Clemens Stacke. Vielleicht trägt das Insektenhotel ein klein wenig dazu bei, diesem Trend entgegenzuwirken.

Die Akteure nach getaner Arbeit bei ihrem Wildbienen-Hotel


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