Das Auge trinkt mit - Mostprämierung 2017

Die Preisträger der Kraichgauer Mostprämierung 2017

Waibstadt-Daisbach. (wig) Mit 12 Teilnehmern hatte die „Kraichgauer Mostprämierung 2017“ zwar keine Rekordbeteiligung zu verzeichnen, doch waren die abgelieferten Erzeugnisse durchweg von guter Qualität. Dies berichtete Dr. Thomas Holey namens der BUND-Ortsgruppe Daisbach im Verlauf des Daisbacher Apfeltages. Bevor er zur Bekanntgabe des mit Spannung erwarteten Ergebnisses des Wettbewerbs kam, ging er auf den ideellen Hintergrund der Kraichgauer Mostprämierung ein: der kulturelle und ökologische Wert der Kraichgauer Streuobstwiesen soll herausgehoben werden. Denn die Baumstücke mit Apfel- und Birnbäumen liefern nicht nur die Rohstoffe für den traditionellen Haustrunk „Moschd“, sondern stellen wertvolle Lebensräume für Pflanze- und Tierarten dar. Mit dem Mostwettbewerb will der Umweltschutzverband BUND dieser Bedeutung Rechnung tragen.

Bei der Bewertung der Moste, zu deren Abgabe öffentlich aufgerufen wurde, ging die Jury – Hermann Aldinger, Meinhard Freymüller, Winfried Glasbrenner und Clemens Stacke vom BUND Daisbach – nach folgendem Schema vor: bewertet wurden die Getränke nach dem Geruch, dem Geschmack und dem Aussehen – denn das Auge trinkt mit. Es kommt wesentlich darauf an, ob ein Most klar, perlend oder trüb aus dem Krug ins Glas plätschert.

Sieger der Prämierung und damit „Kraichgauer Mostkönig“ wurde der Gewinner des Vorjahres, Dominik Wlcek aus Michelfeld, der damit seinen Titel verteidigen konnte. In der 19-jährigen Geschichte des Mostwettbewerbs ist dies 2004/05 mit Johann Mühlberger erst ein Mal gelungen. Platz zwei belegte Richard Beetz aus Sinsheim. Die Bronzemedaille ging an Heinrich Müller aus Lobenfeld, der in den letzten Jahren öfters im Spitzenfeld der Ausscheidung platziert war. BUND-Vorsitzender Clemens Stacke überreichte den Preisträgern eine Urkunde sowie ein flüssiges, hochprozentiges Präsent.



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