Daisbacher BUND zieht Bilanz

Kurioser Fund: Auf dem Friedhof hatten die Mitglieder des BUND ein Nest entdeckt, das gänzlich aus dem Filz eines Grabschmucks gebaut worden war.

Waibstadt-Daisbach. (wig) Aktiv für Natur und Umwelt eingesetzt hat sich die Ortsgruppe im Bund für Natur und Umweltschutz Deutschland (BUND) auch im vergangenen Jahr. Vorsitzender Clemens Stacke zog in der Jahreshauptversammlung im Gruppenraum des Rathauses eine Tätigkeitsbilanz mit Fotopräsentation, die sich sehen lassen kann.

So wurden 10 Obstbäume gepflanzt und auf den „Blumeninseln“, den mit Blumen und Blühstauden angelegten Verkehrsinseln, den Sommer über viel geschafft. Ein Fledermausführung wurde veranstaltet, eine Winterlinde auf dem Kindergartengelände gepflanzt und der Apfeltag samt Kraichgauer Mostprämierung veranstaltet. Auch beim Sommer-Ferienprogramm hat sich die Gruppe beteiligt. Die Kinder konnten anhand einer mobilen Saftpresse auf einem Baumstück lernen, wie Apfelsaft gemacht wird.

Wie jedes Jahr stand auch die Pflege der Kopfweiden auf dem Programm. Während der Arbeitseinsatz im vergangenen Jahr witterungsbedingt reduziert werden musste, wurden die Rückstände jetzt abgearbeitet. Zehn Helfer mit drei Fuhrwerken im Einsatz und konnten bei idealem Wetter die meisten der Weiden am Daisbachgraben „köpfen“. Bei diesem Arbeitsschritt werden die Triebe abgeschnitten, damit neue austreiben können. Dabei verdickt sich der Kopf der Bäume zum charakteristischen Kopfweidenbild.

Auch 99 Nistkästen auf der gesamten Gemarkung kontrollieren die Naturschützer. Besonders interessant war ein Kohlmeisennest auf dem Friedhof, das gänzlich aus dem Filz eines Grabschmucks gebaut war. Die Tendenz der Belegung sei stabil, hieß es im Bericht. Leider gebe es jedoch seit einigen Jahren keine Schleiereulen-Bruten mehr zu vermelden.

Mit der Straßenkerwe und am Adventsmarkt beteiligte sich der BUND an den örtlichen Festen. Dies lobte Ortsvorsteher Winfried Glasbrenner, der den Daisbacher BUND als "aktivste Umweltgruppe weit und breit" bezeichnete. Bürgermeister-Stellvertreter Marcus Moser erwähnte die zahlreichen Arbeitseinsätze der Ortsgruppe bei der Pflege der Streuobstwiesen.

Die Neuwahl der Vorstandschaft ergab folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender bleibt Clemens Stacke, 2. Vorsitzender und Organisator für Veranstaltungen: Bernd Schmitt; Kassier: Edmund Lenz; Schriftührer: Dr. Thomas Holey; Kassenprüfer: Daniel Schmitt und Rainer Schnieders; Betreuerin der Homepage: Jennifer Brundage; Koordinator für Arbeitseinsätze: Thomas Glasbrenner. In diesem Jahr wird die BUND-Ortsgruppe neben den routinemäßigen Terminen eine Vogelwanderung veranstalten.



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