Grundsätzliches zum Kräutersammeln

Tipps zum Kräutersammeln

Vergewissere dich, dass du auch tatsächlich die Heilpflanze und nicht etwa ein ähnlich aussehendes, womöglich sogar giftiges Kraut zum Sammeln ernten willst. 
Vorsicht ist besonders bei Bärlauch geboten. Hier besteht Verwechslungsgefahr mit der sehr giftigen Herbstzeitlosen, deren Blätter zur selben Zeit auf Wiesen wachsen.

Sammle Kräuter zum Aufbewahren nur bei trockenem Wetter am frühen Vormittag, wenn der Tau bereits getrocknet ist.

Achte darauf, nur Pflanzen zu sammeln, die

  • sauber sind
  • nicht in der Nähe stark befahrener Straßen wachsen
  • mindestens 20-30 Meter entfernt von gespritzten Äckern wachsen
  • sich nicht in der direkten Umgebung von Kothaufen befinden

Im Normalfall verwendet man junge frische Triebe und ein bis drei Tage alte Blüten. Will man das ganze Kraut (oberirdische Anteile), so ist der beste Zeitpunkt der Beginn der Blüte, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen an höchsten ist. Früchte vollreif ernten.
Die Wurzeln gräbt man aus, wenn sie voll entwickelt sind. Dies ist meistens im Herbst der Fall.

Kräuter haltbar machen

Das Konservieren der Heilpflanzen geschieht durch Trocknung an einem luftigen, schattigen Platz, je schneller desto besser, also breit auslegen. Stark duftende Pflanzen nur bis ca. 35 Grad erhitzen, andere vertragen auch Temperaturen bis 60 Grad, d.h. man könnte sie auch im Ofen trocknen. Wurzeln oder Knollen sollten halbiert oder in Scheiben geschnitten werden.

Zum Aufbewahren eignen sich luftdicht schließende Behältnisse, die möglichst kühl und vor Sonnenlicht geschützt gelagert werden sollten. Vorsicht bei Plastikdosen! Die darin enthaltenen Weichmacher können hormonähnliche Wirkungen verursachen.