Der Spitzwegerich

Plantago lanceolata (L.)

Er gilt als das Hustenmittel wegen seines Gehalts an Schleim- und Bitterstoffen und der enthaltenen Kieselsäure (s. a. Ackerschachtelhalm). Dass er auch antibiotische Stoffe enthält, hat man erst vor einigen Jahren festgestellt. In der Volksmedizin hat man das zerdrückte Kraut auch zur Behandlung frischer Wunden, kleinerer Verbrennungen, Geschwüren und Hautflechten verwendet (= antibiotische Wirkung) und bei juckenden und anschwellenden Insektenstichen. Er sollte eigentlich als Sirup oder in Form getrockneter Blätter in keiner Hausapotheke fehlen. 
Auch in der Küche hat er zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.
Sirupherstellung wie aus der Schweiz bekannt: Die Blätter vom Frühjahr bis zum Spätsommer nach jeder Sammelaktion lagenweise in einen Tontopf, den man an einem sonnigen Ort in die Erde eingräbt, schichten und mit Zucker satt bestreuen. Den (fast) vollen Tontopf bis zum Beginn der Erkältungszeit in der Erde belassen. Der Zucker hat in der Zwischenzeit die wässrigen Bestandteile der Pflanze mit all ihren guten Inhaltsstoffen gelöst. Der dadurch entstandene Sirup wird in möglichst dunkle Flaschen abgefüllt. Bei beginnender Erkältung oder Husten nehme man 2-3 Teelöffel täglich ein.

Tipp für Vogelfreunde: Die Samen des Spitz- und Breitwegerichs im Winter den Körnerfressern anbieten. 

Beschreibung:
Grundrosette aus lineallanzettlichen, am Grunde verschmälerten, parallelnervigen Blättern. Stiel der Blütenähre länger als die Blätter, Blüten unscheinbar, bräunlich, in walzlicher bis eiförmiger Ähre. Pflanzenhöhe: 0,1 - 0,4 m. Blütezeit: V - IX.