Der Holunder

Sambucus nigra (L.)

Eine Göttin, die hohe Frau = Frau Holle, gab dem Busch/Baum seinen Namen. Als beschützender Hausgeist wohnt sie darin und deshalb, so wussten unsere Vorfahren, gedieh der Strauch besonders gut an Haus- und Scheunenmauern, wo er böse Geister, Krankheiten und Blitze von Vieh und Menschen fernhielt.
Fast alles dieses Göttergeschenks lässt sich entweder als Heilmittel oder in der Küche verwenden. So sammelt man von Februar bis April die grüne Schicht der Rinde, Blätter und Triebspitzen von April bis Juni (beides wirksam als harntreibendes Mittel, wenn Wassersucht bei dicken Beinen vorliegt, oder zur Blutreinigung bei einer Frühjahrskur). Die Blüten für die Küche oder als Schwitztee bei grippalen Infekten sammelt man im Juni nur bei trockenem Wetter und die vollreifen vitamin- und mineralienhaltigen Früchte, welche leicht abführend und gegen Erkältungen wirken, schneidet man im August/September vom Strauch.

Beschreibung:
Hoher Strauch, gelegentlich baumartig, Äste mit weißem Mark. Blätter meist 5zählig gefiedert. Blütenkrone weiß bis gelblich, Blüten in doldenförmigen Rispen. Früchte schwarz. Pflanzenhöhe: bis 7 m. Blütezeit: VI - VIII.