Der Beifuß

„Sie haben es bitter nötig!“ Diesen Satz haben die älteren Hausärzte oft ihren Patienten mit auf den Weg gegeben. Der bittere Beifuß, ähnlich wie sein kräftigerer Bruder Wermut, regen den Fluss von basischen Gallen- und Pankreas-Säften an und ermöglichen es somit dem Pförtner (Magenausgang), den sauren Speisebrei aus dem Magen in den Zwölffingerdarm zu entlassen, damit dort wieder ein halbwegs ph-neutrales Milieu entsteht, welches für die weitere Verdauung wichtig ist. Verwenden Sie ihn als Solitairgewürz oder in Gewürzmischungen z. B. mit Basilikum, Thymian und Rosmarin. 
Als altes Hausmittel trinkt man den Tee bei Magen-Darmproblemen, die mit üblem Mundgeruch und/oder Durchfall einhergehen. Bei allen Stein-, Blasen- Leber-, Galleleiden, bei Nervenerkrankungen und allgemeiner Schwäche, die mit Kopfweh einhergeht (Gallekopfschmerz?), bringt dieses Kraut Linderung.