Verletzte oder geschwächte Fledermaus gefunden

Fledermäuse gehören zu den streng geschützten Tierarten und sind in ihrem Bestand stark bedroht. Viele Arten leben im direkten Umfeld des Menschen, so z.B. in alten Dachstühlen, Kellern und Baumhöhlen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten und halten fünf Monate Winterschlaf.
Wenn Sie eine verletzte oder geschwächte Fledermaus gefunden haben, besorgen Sie sich einen alten Schuhkarton mit Deckel, in den Sie kleine Luftlöchern bohren. Danach legt man auf den Boden des Kartons einen Stofflappen oder ein Handtuch, damit die Tiere sich daran festhalten können und z.B. beim Transport nicht ausrutschen. So vorbereitet kann jetzt die Fledermaus in ihr "Krankenquartier" übergesiedelt werden.
Da es sich um ein Wildtier handelt, ist es ratsam den kleinen Patienten nur mit einem Lederhandschuh oder Stofflappen anzufassen und in den Karton zu legen. Aus falsch verstandener Notwehr könnte das Tier Sie ansonsten beissen. Anschließend den Deckel mit Gummiband oder Schnur vor ungewolltem Öffnen schützen.
Zur Fütterung der Fledermäuse darf man nur Insekten oder Mehlwürmer (Zoofachgeschäfte) verwenden, die man ihnen am besten mit einer Pinzette anreicht. Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs sollte Wasser in einem kleinen Schälchen oder mit der Pipette angeboten werden.
Nach dieser Erstversorgung wenden Sie sich bitte an die Biologin Brigitte Heinz  vom BUND-Umweltzentrum in Heidelberg (Tel. 0 62 21 - 18 26 31), um das weitere Vorgehen abzusprechen bzw. offene Fragen zu klären. 

Sind Sie an weiteren Informationen zur Rettung der heimischen Fledermausbestände interessiert, so erhalten sie diese von der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Nordbaden.